„Ich kann nicht mehr- und meine Freunde wissen auch keinen Rat mehr“

„Die Qualität unseres Lebens hängt letztendlich von der Qualität unserer Beziehungen ab.“ (Esther Perel, amerikanische Paartherapeutin)

Beziehungsprobleme können sehr belastend sein. Und nicht nur das, Sie können so vereinnahmend sein, dass kaum noch Energie für andere Lebensbereiche übrig bleibt. Damit kann es sogar schwierig werden, die täglichen Herausforderungen zu bewältigen.

Hilflosigkeit und Verzweiflung, aber auch Wut, Hoffnung und Verletztheit können ein wahres Wechselbad der Gefühle ergeben.  Es kostet enorm viel Kraft, mit all diesen Emotionen umzugehen und nicht darin unterzugehen. Wenn man irgendwann das Gefühl hat, dass man „nicht mehr kann“, dass alles schon versucht wurde und nichts geholfen hat, Gespräche immer wieder im Streit enden oder gar nicht erst stattfinden, kann es sich so anfühlen, als ob es keine Lösung gibt und man in einer ausweglosen Situation feststeckt.

Beziehungsprobleme haben oft einen so negativen Einfluss auf die Stimmung, dass davon die Lebensfreude und damit auch die gesamte Lebensqualität beeinträchtigt wird.

Umso wichtiger ist es, in Zeiten, in der es unklar ist, ob und wie es mit der Beziehung weitergehen kann, besonders gut auf sich selbst zu achten. Gut und achtsam mit sich und seinen Gefühlen umzugehen. Dafür kann es hilfreich sein, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, bewusst Dinge zu tun, die einem Freude bereiten, und sich mit Freunden und Familie zu umgeben, entweder um auf andere Gedanken zu kommen oder jemanden zum Zuhören zu haben.

Als Freunde oder Familienmitglied von jemandem, der unter starken Beziehungsproblemen leidet, kann es ganz manchmal schön herausfordernd werden und schlimmstenfalls Gefühle von Hilflosigkeit und Ohnmacht aufkommen. Oft möchte man helfen, weiß aber gar nicht so genau, wie. Alle Tipps und Lösungsvorschläge sind bereits erschöpft und man weiß irgendwann auch keinen Rat mehr.

Dazu sollte man wissen, dass die größte Hilfe, die Sie als Freund/in oder Angehörige/e jemandem anbieten können, der gerade in einer Beziehungskrise steckt, darin besteht, einfach da zu sein und zuzuhören. Verständnis dafür zu haben, wenn die gleichen Geschichten immer und immer wieder wiederholt werden und dem Freund/ der Freundin das Gefühl geben, dass jemand an ihrem Leid teilhat.

Selbstverständlich ist auch hier wichtig, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn Sie merken, dass Sie allmählich an Ihre Grenzen kommen, keine Geduld mehr aufbringen können oder Ihnen die Beziehungsprobleme ihres Freundes an die eigene Substanz gehen, kann es ratsam sein, Hilfe in einem professionellen Rahmen vorzuschlagen. Dabei geht es nicht darum, dem Freund/ der Freundin zu vermitteln, dass er oder sie krank ist und dass seine Probleme „zu schlimm“ sind. Sondern darum, dass in einem geschützten Rahmen Probleme gezielt behandelt werden können, für die bisher keine Lösung gefunden werden konnte.

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